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Prozesswasseranlage

Flachglas-Konservierung
02.12.2014

Entwicklungsauftrag: 

System zur Herstellung von hochwertiger Konsevierungs-Lösung zur Beschickung der Beschichtungsanlage in der Produktionslinie. Entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden.

Ein in der Glasherstellung bekanntes Problem ist die unterschiedliche Qualität der Oberflächen des mit dem „Float-Glass“-Prozess hergestellten Flachglases. Qualitätsprobleme verursachen insbesondere die Ausbildung einer für die Weiterverarbeitung störenden Gelschicht mit einer silicaähnlichen Zusammensetzung sowie die Auslaugung und Korrosion der Glasoberfläche. Diese Oberflächenprobleme treten hauptsächlich auf der Atmosphärenseite der Glasscheibe, also der Seite, die im Zinnbad nicht dem Zinn zugewandt war, auf.

Eine einmal eingetretene Korrosion des Glases ist im Prinzip irreversibel und akkumuliert an der Glasoberfläche und kann nur durch Abtragen der korrodierten Oberflächenschicht beseitigt werden. Die Glasscheiben werden in der Regel mit Korrosionschutzmittel beschichtet, wodurch die weitere Glaskorrosion gestoppt werden kann. In der Praxis werden deshalb die Lagerzeit und Transportzeit bis zur Beschichtung des Glases möglichst kurz gehalten oder gleich in einem einzigen Verfahrensprozess durch eine nachgeschaltete Beschichtungsanlage die Beschichtung unmittelbar im Anschluss an den Glasherstellprozess durchgeführt.

Die Verwendung von Flüssigkeitsauftragsgeräten bei der Herstellung von Flachglas (Float-glas) ist seit langem eine anerkannte Technik um während der Lagerung und des Transportes die Glasoberfläche vor Korrosion zu schützen.

Die Anwender von Flüssigkeitsauftragsgeräten sind oft in der glücklichen Lage bereits auf bestehende Systeme zur Gebrauchswasser – Aufbereitung zurückgreifen zu können. Diese sind in der Regel jedoch für andere Anwendungen konfiguriert und ausgelegt.

Ein Verbrauch von ca. 500ltr. Flüssigkeit pro Tag ist der Durchschnitt pro Fertigungslinie zum Zweck des Korrosionsschutzes. Keine Menge, wenn es um die Problemlösung geht. Als Anhängsel an eine bestehende Anlage kann dies jedoch in der Mehrzahl der Fälle zu Überlastungen der Aufbereitungsanlage führen. Durch diese Überlastungen ist die Qualität des Gebrauchswassers nicht mehr sichergestellt und somit der Korrosionsschutz beeinträchtigt.

Der erwartete Schutz über maximal 1 Jahr Standzeit wird nur dadurch erreicht, daß mit höchster Qualität gearbeitet wird. Das meist „Unreine“ Gebrauchswasser trägt dazu bei, daß die gewünschte Standzeit nicht erreicht wird. Eine spezielle Anlage als Stand – Alone Einheit, speziell als Aufbereitungsanlage für den Korrosionsschutz – Auftrag erfüllt hier mit 100%iger Sicherheit die Erwartungen.

Die Flüssigkeit wird nur auf der Oberseite des Glasbandes aufgebracht, denn die „Badseite“ des Floatglases ist nicht korrosionsanfällig. Durch das Abstapeln der einzelnen Glasplatten liegt immer „Badseite“ und „Luftseite“ aneinander. Die behandelte „Luftseite“ verhindert hierbei die Korrosion nachhaltig. In der Praxis haben sich Lagerzeiten von geschütztem Glas von mehr als 9 Monaten als machbar erwiesen.

Ganz wesentlich zum sicheren Auftrag der Flüssigkeit trägt die Betriebssicherheit des gesamten Auftragskonzeptes bei. Durch die Ausführung der Flüssigkeitsaufbereitung mit zwei Vorratsbehältern aus denen abwechseln entnommen wird ist eine Entnahmedauer von ca. 48h pro Behälter gewährleistet. Die technische Ausführung der Brauchwasseraufbereitung ist hier an die benötigten Gegebenheiten angepaßt worden. So wurde die Durchlaufmenge der Osmose Anlage an den Verbrauch angepaßt.